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Safe Apps

Safe Apps durchleuchtet die Apps für Smartphones. Die App Liste finden Sie hier.

Was sind eigentlich Apps?

Es geht heute einfach nicht mehr ohne sie. Noch vor zehn Jahren hätte man nur schräge Blicke geerntet, wenn man ihren Namen ausgesprochen hätte, heute gehören sie dank der weit verbreiteten Smartphones zu jedem denkbaren Alltag dazu. Egal ob Banker, Kunststudent, Journalist oder Hausfrau: Jeder nutzt Apps! Und zwar zu jeder Tages- und Nachtzeit. Die Dinger sind ja auch furchtbar praktisch - es gibt Wecker-Apps, Eieruhr-Apps, Erinnerungs- und Kalender-Apps, Apps zur Kommunikation und Apps zum Spielen, Foto-Apps und die unvermeidlichen Social-Media-Apps. Und die können alle furchtbar viel, nicht zu unrecht hört man deshalb in erregten Konversationen zum Thema überdurchschnittlich oft Satzkonstruktionen mit "Damit kannst du..." oder "Das kann...".


Das führt direkt zum Ursprung der Apps, denn sie sind im Grunde nichts weiter als kleine Programme, die eben bestimmte Dinge tun oder sich auf ein bestimmtes Verhalten programmieren lassen. Noch vor einiger Zeit nannte man sie auch noch bei diesem Namen, bevor das zum Neologismus verkürzte englische "Application" - zu deutsch etwa "Anwendung" - zum Universalwort der Gegenwart avancierte. Das lateinische "applicare" bedeutet übrigens "anlehnen, sich anschließen" und verweist damit genau auf den Aspekt, dem die Apps ihren unaufhaltsamen Siegeszug verdanken. Ein App als solches ist alleine überhaupt nicht denkbar, es erhält seine universale Mobilität und alltägliche Begleitfunktion über das Gerät, an das es untrennbar angeschlossen, in das es gleichsam implementiert ist: das Smartphone. Quasi auf dem Rücken dieser leistungsstarken Alleskönner für die Hosentasche ritten die Apps aus, um die Welt zu erobern. Und so sehen wir uns heute an jeder Straßenecke mit Menschen konfrontiert, die nur mal eben ihren Status via Facebook-App updaten, an der Litfaßsäule via QR-Scanner Konzertkarten kaufen oder ständig nervös den Flugverkehr über dem Frankfurter Flughafen im Auge behalten. Für alles, was uns im Alltag umtreibt, gibt es eine App.


Und dabei werden über Apps häufig frei erfundene Bedürfnisse befriedigt. Natürlich muss niemand alle fünf Minuten der Welt mitteilen, auf welchem Pflasterstein er gerade steht, aber Statusupdates machen eben Spaß. Natürlich kauft man Konzertkarten schöner am vor Aura nur so triefenden Ticketschalter vor der Konzerthalle. Und natürlich gibt es professionell ausgebildete Menschen, deren Job es ist, den Flugraum zu überwachen. Aber der Faszination, die von Apps ausgeht, kann man sich nicht leicht entziehen. Alleine, dass Dinge potentiell möglich sind, reicht für viele schon als unschlagbares Argument, sie dann doch auch in die Tat umzusetzen. Und so füllt man seinen Tag mit Ersatzhandlungen und bemerkt dabei gar nicht, dass man eigentlich rein gar nichts tut.
Aber damit endet das Problem der Apps noch nicht, die auf den ersten Blick ganz harmlos daher kommen und nur unser aller Bestes im Sinne zu haben scheinen. Immer wieder hört man etwa von mobilen Banking-Apps, die Daten unverschlüsselt übertragen und sie damit leicht für Hacker greifbar machen, oder solche, bei denen schlicht auf eine Abmeldefunktion verzichtet wurde. Nicht selten sind kostenlose Apps auch nicht gerade öffentlichkeitstauglich programmiert und es braucht unzählige Updates, bis man nicht mehr von ständigen Abstürzen und sonstigem Fehlverhalten geplagt wird. Überhaupt Updates: Muss es wirklich ständig so viele Updates geben? Permanent gibt es Updates und ein anderes App schreit nach Aktualisierung. Die immanente Jagd nach der absoluten Aktualität wird hier zum sich selbst perpetuierenden Prinzip - Kafka würde wohl ein Buch darüber schreiben, wie ein Herr K. vor lauter Aktualisierungen gar nicht mehr zum Benutzen seiner Apps kommt und daran schließlich zugrunde geht.

Vorsicht bei Apps?

Die bedenklichsten Fälle sind aber diejenigen, in denen nicht unsauber beim Programmieren gearbeitet wurde, sondern in denen das App gezielt darauf programmiert ist, seinem Nutzer zu schaden. Bei kostenlosen Apps kann man sich ja noch damit abfinden, dass innerhalb des Programms ständig irgendwo ein Werbebanner aufleuchtet - die Infiltration ist hier wenigstens offensichtlich. Aber die wenigsten wissen, dass das weltweit am häufigsten geladene App, der SMS-Ersatz WhatsApp, die sämtlichen gesendeten und erhaltenen Nachrichten zeitlich unbegrenzt auf einem amerikanischen Server speichert. Damit sind sie für immer schrankenlos für das CIA zugänglich und so manchem Verschwörungstheoretiker wird bei dieser Vorstellung ganz schwindelig im Kopf. Aber schnell wird abgewunken und gesagt: "Was wollen die denn mit meinem Geschreibsel?" Ja genau das ist die Frage, auf die man in einigen Jahren wohl eine Antwort haben wird. Auch in anderen Bereichen des Internets wird Information immer mehr zur Ware. Fakt ist: WhatsApp bemächtigt sich auch der Kontaktliste des jeweiligen Smartphones und überprüft, welcher der Kontakte die App ebenfalls nutzt. Dies alleine sollte reichen um zu demonstrieren, wie weitgehend der Zugriff des Programms auf alle im Telefon hinterlegten Daten im Hintergrund ist.

Spionage Apps bei Safe Apps

Spionageapps haben daher natürlich auch Hochkonjunktur. Allerhand schädliche Software kann so auf das Smartphone gelangen, es schädigen oder den Nutzer hintergehen. Schon seit einiger Zeit kursiert das Gerücht vom ersten Keylogger, der alle getippten Eingaben - also auch sensible Daten wir Passwörter - speichert und weitergibt. Und wieder macht es das Smartphone möglich, diesmal mit seiner noch völlig ungesicherten, weit nach außen offen stehenden Eingangstür, sprich Internetverbindung.
Alles Unken ist aber natürlich nicht besonders konstruktiv - denn wir alle werden trotzdem weiter Apps nutzen und sie trotzdem furchtbar praktisch finden. Sie sind nun einmal fester Bestandteil unseres Alltags geworden, wenn auch in einer weitaus kürzeren Zeit, als beispielsweise das Internet gebraucht hat, um seinen aktuellen Status zu erreichen. Aber Internet wie Apps bestimmen den Lauf unserer Zeit, sie sind repräsentativ für den Zeitgeist und damit bleibt es jedem selbst überlassen, wie er sich dazu verhält. Sicher ist, dass man sich notwendig in irgendeiner Form zum Phänomen "App" verhalten muss. Einfach die Augen zu verschließen hilft genauso wenig, wie die Entwicklung kategorisch zu verweigern. Was hilfreich ist, ist ein konstruktiver und wacher Umgang mit der Technik, denn dann kann sie tatsächlich das leisten, was sie eigentlich soll: nützlich und praktisch sein und den ohnehin schon viel zu komplizierten Alltag in unserer hektischen Welt ein Stück weit einfacher machen. Und dazu gehören nicht nur überlegt programmierte Apps von ethisch mündigen und fachkundigen Programmierern, sondern vor allem eben bewusste Nutzer, die einfach wissen, dass Tickets am Schalter kaufen tausendmal cooler ist als via QR-Scanner.

Wir werden Apps auf Safe-Apps untersuchen und Empfehlungen geben.

Viel Spass beim Stöbern auf Safe-Apps :-)

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